Ab dem Jahr 2008 werden die österreichischen Banken den neuen europaweit einheitlichen SEPA-Zahlungsverkehr anbieten. Dieser wird die derzeit uneinheitlichen nationalen Verfahren in den nächsten Jahren ablösen. Ab etwa 2010 soll laut Planung der Banken europaweit ein Großteil der Transaktionen mit SEPA abgewickelt werden. Bis dahin (und auch darüber hinaus) werden die nationalen Verfahren parallel bestehen bleiben.
Ein gleitender Übergang mit einer sorgfältigen Planung des Umstiegs ist somit gewährleistet.
Was ist SEPA?
SEPA (Single Euro Payments Area) ist ein einheitlicher europaweiter Zahlungsverkehrsraum.
Teilnehmende Länder sind die 27 EU-Staaten sowie Liechtenstein, Norwegen, Island und die Schweiz.
Ziel ist ein rechtlicher und technischer Rahmen für einen "gemeinsamen europäischen Inlandszahlungsverkehr", d.h. Überweisungen und Lastschriften werden sowohl national als auch international zu den gleichen Bedingungen durchgeführt werden können.
Technisch basiert der SEPA-Zahlungsverkehr auf einem XML-Datenformat, welches in der Grunddefinition europaweit einheitlich ist (Core-Services) jedoch mit Erweiterungen versehen werden kann (AOS - Additional Optional Services).
Welche Produkte bietet SEPA?
SEPA Credit Transfer (SCT)
europaweit einheitliche Überweisungen
sowohl national als auch international
SEPA Direct Debit (SDD)
nationale und grenzüberschreitende einheitliche Lastschriften
SEPA Card Framework
"europaweit mit jeder Karte an jedem Geldautomaten Geld abheben bzw. an jedem Händlerterminal bezahlen"
Voraussetzungen
Währung ist EURO!
Die Bankverbindung ist in BIC und IBAN anzugeben.
Höhe des Überweisungsbetrages ist unbegrenzt, eine Spesenbegünstigung gibt es aber nur wie bei EU-Standardzahlung bis zu einem Betrag von 50.000 EUR.
Vorteile von SEPA
Einheitlicher Zahlungsverkehr sowohl national als auch europaweit
Grenzüberschreitende Einzüge werden möglich.
Garantie der Überweisungsdauer: 3 Tage ab 2009, 1 Tag ab 2012
Verlängerung der Refund Frist bei Einzügen bzw. Lastschriften von derzeit 42 Tagen auf 8 Wochen
Mehr Sicherheit durch eine einheitliche Verwendung von BIC und IBAN
Europaweit garantierter Transport des Verwendungszwecks (140 Zeichen) bis zum Begünstigten
Überweisungsbetrag wird ungekürzt dem Begünstigten gutgeschrieben.
Zeitrahmen
1/2008
Anfang 2008 werden die meisten großen Banken in Östereich beginnen SEPA Credit Transfers (Überweisungen) auf Basis der Core-Services ihren Endkunden anzubieten.
7/2008
Ein neuer Beleg wird ausgegeben. Dieser enthält auch die für SEPA notwendige Verwendung von BIC und IBAN.
Der neue Beleg soll Überweisungsbelege, Zahlscheine für den Inlandzahlungsverkehr, sowie Belege für die EU-Standardüberweisung ablösen.
Daneben bleiben aber die bisherigen Belege bis auf weiteres gültig.
11/2009
Voraussichtlich ab November 2009 werden SEPA Direct Debit (europaweite Einzüge) eingesetzt werden können.
2010
Europ. Zahlungsverkehr wird großteils auf Basis SEPA abgewickelt.
Die JET FIBU unterstützt ab Release 9.00 SEPA-Überweisungen und ab Release 11.0 SEPA-Bankeinzüge.