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| Home | eBusiness | WKÖ Initiative E-Rechnung: Wirtschaftskammer Österreich startet Informationsoffensive
Österreichische Unternehmen setzen sich noch kaum mit dem Thema digitale Signatur auseinander. Laut den Ergebnissen einer von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) in Auftrag gegebenen Umfrage weiß nur knapp ein Drittel der befragten Unternehmen, dass elektronisch übermittelte Rechnungen für den Vorsteuerabzug digital signiert werden müssen. Dies kann unter anderem zu erheblichen Verlusten für die betroffenen Unternehmen führen. "Sobald die ersten Steuerausfälle auftreten und dies in den Medien breitgetreten wird, wachen die Unternehmen vermutlich erst auf", so Gerhard Laga, Leiter des E-Centers der WKÖ http://www.electronic-synergy.com. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, startete die WKÖ eine österreichweite Informationsoffensive. Seit 2003 besteht bereits die gesetzliche Pflicht zur digitalen Signatur elektronisch vermittelter Rechnungen. Trotzdem gehen rund 30 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass ein Ausdruck der Rechnungen für den Vorsteuerabzug ausreicht. Ein Großteil der österreichischen Unternehmen stellen demnach elektronische Rechnungen ohne digitale Signatur aus oder akzeptieren diese. Derzeit könne die Schadenssumme aus nicht gesetzeskonformen elektronischen Rechnungen noch nicht beziffert werden, sagt Laga. Die jetzigen Steuerprüfungen spielen sich über abgeschlossene Jahre ab, die Regelung ist aber erst seit einigen Jahren in Kraft. Wenn das zugrunde liegende Geschäft nachweisbar ist, sollte es bei einer fehlenden Signatur zu keinen großen Problemen kommen. "Bis inklusive 2007 wird man eher Nachsicht haben", erläutert Laga. Ab 2008 oder 2009 werde sich diese Situation vermutlich ändern. Laga zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Unternehmen zunehmend das Bewusstsein zur richtigen Rechnungsabwicklung im elektronischen Bereich entwickeln. Eine zweite Umfrage Ende des Jahres soll die Entwicklung dokumentieren. Der Einsatz der E-Rechnung würde laut WKÖ ein Einsparungspotenzial von rund 600 Mio. Euro liefern. Während die Kosten einer Papierrechnung bei drei bis sechs Euro liegen, belaufen sich jene einer E-Rechnung durchschnittlich auf 30 bis 50 Cent. Erste Effekte würden bereits bei einem E-Rechnungsanteil von fünf Prozent aller Rechnungen eintreten. Vor allem Rechnungsempfänger hätten großes Einsparungspotenzial, sagt Laga. Rechnungen müssten nicht mehr manuell eingegeben werden sondern würden direkt in das automatische Finanzbuchhaltungssystem gelangen. So könne das Produktivitätspotenzial deutlich erhöht werden. Ziel ist es, bis 2010 die Nutzung der E-Rechnung nach Gesetzesvorlagen auf zumindest 60 Prozent zu steigern. |
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